Heute liest man über ein weiteres Milliarden-Loch der IKB Deutsche Industriebank AG, die durch die Hypothekenkrise schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nach Milliarden schweren Hilfspaketen muss nun wieder in die Trickkiste gegriffen werden, um die Bank vor der Insolvenz zu retten.
Hier tritt ein recht gängiger und leicht nachvollziehbarer Effekt in Erscheinung: der Sunk-Cost-Effekt.
In diesem Zusammenhang beschreibt dieser das Verhalten in ein Verlustprojekt weiter zu investieren, wenn dort unwiederbringliche Kosten angefallen sind. Die Konsequenzen liegen auf der Hand: während Zeit und Geld in das verlustträchtige Projekt investiert werden, werden andere Chancen nicht wahrgenommen. Oft muss das Projekt letztendlich aufgegeben werden, oder wird um ein Vielfaches teurer, als eine Investition an anderer Stelle.
Im Falle der IKB wurden bereits zwei Hilfspakete geschnürt, die nach aktuellen Informationen immer noch nicht ausreichen. Ein klassisches Beispiel für den Sunk-Cost-Effekt.
Die Entscheidung ist sicherlich schwer und die Folgen für die deutsche Wirtschaft können in jedem Falle dramatisch ausfallen. Wird dies, wenn es dazu kommt, die letzte Hilfe für die Renovierung der IKB bleiben? Politik und deutsche Kreditwirtschaft werden daran sicherlich noch ein wenig zu beißen haben.
